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AMAG gewinnt Oberösterreichischen Landespreis für Innovation 2015

V.l.n.r.: Wirtschaftslandesrat Dr. Michael Strugl, AMAG-Technikvorstand Priv.Doz. Dr. Helmut Kaufmann, voestalpine Vorstand Dr. Peter Schwab und Dipl.-Ing. Günter Rübig.
(Fotocredit: Land OÖ/Schauer)

15.09.2015

  • Erster Platz in der Kategorie Großunternehmen geht an AMAG
  • AMAG TopForm® UHS: Durchbruch im Karosserieleichtbau
  • Preisgeld wird verdoppelt und an das Rote Kreuz gespendet

Die AMAG hat beim diesjährigen Landespreis für Innovation des Landes Oberösterreich den ersten Platz in der Kategorie Großunternehmen belegt. Bei der Preisverleihung am 09. September im ORF-Landesstudio in Linz wurde das Unternehmen für die besonders innovative Aluminium-Speziallegierung AMAG TopForm® UHS ausgezeichnet. Typische Anwendungsgebiete für diese Speziallegierung sind Bauteile im Automobilbau wie zum Beispiel B-Säulen, Seitenaufprallträger oder Stoßfänger. Insbesondere der innovative Leichtbaugedanke und das anwendungsorientierte Forschungsergebnis hatten die Jury überzeugt.

 

AMAG-Technikvorstand Priv.Doz. Dr. Helmut Kaufmann nahm den mit 4.000 EUR dotierten Geldpreis von Wirtschaftslandesrat Dr. Michael Strugl und Dipl.-Ing. Günter Rübig, Vorsitzender der Sparte Industrie der Wirtschaftskammer Oberösterreich und Mitglied des Rats für Forschung und Technologie Oberösterreich, entgegen.

 

Der Landespreis für Innovation wird vom Land Oberösterreich und der Business Upper Austria an Unternehmen mit Sitz in Oberösterreich vergeben. Bei der diesjährigen 22. Auflage des Preises kämpften 82 Projekte in 4 Kategorien um die vordersten Plätze.

 

Priv.Doz. Dr. Helmut Kaufmann freut sich über die Anerkennung: „Innovation ist eine der Grundvoraussetzungen für unseren Unternehmenserfolg. Um auch in Zukunft ein technologischer Vorreiter zu sein, müssen wir querdenken. Die preisgekrönte Legierung AMAG TopForm® UHS ist ein Paradebeispiel dafür, wie wir unser Know-how als Lieferant für die Luftfahrtindustrie im Automobilbereich einsetzen.“

 

Beispielhafte Zusammenarbeit mit Industriepartnern

Legierungen wie diese werden aufgrund der extrem hohen spezifischen Festigkeit seit Jahren in der Luftfahrt eingesetzt. Dem AMAG-Team unter Leitung von Dipl.-Ing. Torsten Grohmann ist es in enger Zusammenarbeit mit der voestalpine Metal Forming Division gelungen, erstmals einen höchstfesten Luftfahrtwerkstoff für die weitere Gewichtseinsparung und Steigerung der Sicherheit im Automobilbau einzusetzen. Priv.Doz. Dr. Helmut Kaufmann: „Besonders hervorzuheben ist die Kompetenz der AMAG im Bereich der Legierungsentwicklung für hochfeste Aluminiumbleche mit besten Oberflächeneigenschaften. Diese Kompetenz wurde im Siegerprojekt erfolgreich mit dem industriellen Know-how der voestalpine Metal Forming Divison im Bereich der Metallumformung gepaart. Gemeinsam konnten wir einen führenden deutschen Automobilhersteller von den Vorzügen des Werkstoffs überzeugen und eine Komponente in die Serienanwendung überleiten.“

 

AMAG Innovation ersetzt konventionelle Werkstoffe im Leichtbau

Hochfeste und leichte Werkstoffe leisten einen wesentlichen Beitrag zur Fahrzeugsicherheit. Um Autos produzieren zu können, die höchste Sicherheitsstandards bei geringem Fahrzeuggewicht erfüllen, müssen die verwendeten Werkstoffe optimal auf die Anforderungen vor allem hinsichtlich Energieaufnahme beim Aufprall abgestimmt werden. Dies gelingt mit AMAG TopForm® UHS (Ultra High Strength), einer Aluminium-Speziallegierung, die sich bestens als Ersatz für konventionelle Werkstoffe in diesem Bereich eignet. Geringes Gewicht, hohe Festigkeit, sehr gute Energieabsorption und ausgezeichnete Umformbarkeit sowie Recyclingfähigkeit werden in dieser Legierung vereint. Die Festigkeit dieser Legierung ist etwa doppelt so hoch wie die der im Automobilbau standardmäßig eingesetzten Aluminiumlegierungen und kann als Durchbruch im Karosserieleichtbau betrachtet werden. Durch die hohe Gewichtsersparnis von Bauteilen aus dieser Legierung sinken Kraftstoffbedarf und CO2-Emissionen.

 

Spende

Die AMAG als nachhaltig agierendes Unternehmen ist sich der Verantwortung gegenüber der Gesellschaft bewusst.

 

„Die aktuelle Flüchtlingskrise betrifft uns alle. Wir haben daher das Preisgeld aus dem Innovationspreis verdoppelt und 8.000 Euro an das Rote Kreuz für die Flüchtlingshilfe gespendet“, so Dipl.-Ing. Helmut Wieser, Vorstandsvorsitzender der AMAG Austria Metall AG.

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Über die AMAG Gruppe

Die AMAG ist ein führender österreichischer Premiumanbieter von qualitativ hochwertigen Aluminiumguss- und -walzprodukten, die in verschiedensten Industrien wie der Flugzeug-, Automobil-, Sportartikel-, Beleuchtungs-, Maschinenbau-, Bau- und Verpackungsindustrie eingesetzt werden. In der kanadischen Elektrolyse Alouette, an der die AMAG mit 20 Prozent beteiligt ist, wird hochwertiges Primäraluminium mit vorbildlicher Ökobilanz produziert. 1.638 Mitarbeiter erzielten im Geschäftsjahr 2014 einen Umsatz von 823 Millionen Euro bei einem operativen Ergebnis (EBITDA) von 115 Millionen Euro.

 

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