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AMAG: Anstieg des operativen Ergebnisses (EBITDA) im 1. Halbjahr 2015 um 30 %

04.08.2015

  • Rekordabsatz von 91.000 Tonnen im Segment Walzen durch das neue Warmwalzwerk
  • Umsatzsteigerung um 15,9 % von 406,7 Mio. EUR auf 471,5 Mio. EUR
  • EBITDA-Anstieg im 1. Halbjahr 2015 um 30,1 % auf 70,6 Mio. EUR
    (1. Halbjahr 2014: 54,3 Mio. EUR)
  • 1. Halbjahr 2015 durch volatile Rohstoff- und Devisenmärkte gekennzeich-net
  • Ausblick für das Gesamtjahr 2015: EBITDA-Bandbreite zwischen 130 Mio. EUR und 140 Mio. EUR bleibt realistisch
  • Werksausbau „AMAG 2020“ mit Kaltwalzwerk und Finalanlagen im Terminplan

Die AMAG Austria Metall AG konnte die operativen Ergebniskennzahlen im 1. Halbjahr 2015 im Vergleich zu den ersten sechs Monaten des Vorjahres deutlich steigern.

 

Der Umsatz legte um 15,9 % von 406,7 Mio. EUR auf 471,5 Mio. EUR zu. Das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) stieg um 30,1 % auf 70,6 Mio. EUR (1. Halbjahr 2014: 54,3 Mio. EUR).

 

Helmut Wieser, Vorstandsvorsitzender der AMAG: „Mit unserem breiten Portfolio an Spezialprodukten konnten wir die Chancen am Markt nutzen und so den Umsatz um 16 % sowie das operative Ergebnis um 30 % deutlich steigern. Dazu beigetragen haben bereits auch neue Produkte aus den planmäßig hochlaufenden Neuanlagen unseres Standorterweiterungsprojekts AMAG 2014, das uns ermöglicht, breitere Platten und Trittbleche zu fertigen.“

 

Zum Anstieg des operativen Ergebnisses im Vergleich zum 1. Halbjahr 2014 trugen alle Segmente bei. Das Segment Metall profitierte insbesondere vom niedrigeren EUR/USD-Wechselkurs und steigerte das EBITDA um 34,9 % von 18,2 Mio. EUR auf 24,5 Mio. EUR. Das EBITDA des Segments Gießen lag im 1. Halbjahr 2015 mit 5,3 Mio. EUR um 83,1 % über dem Wert der Vergleichsperiode des Vorjahres (2,9 Mio. EUR). Das Segment Walzen steigerte das EBITDA in der ersten Jahreshälfte 2015 um 20,1 % von 31,4 Mio. EUR auf 37,7 Mio. EUR. Neben positiven Effekten aus einem leicht veränderten Produktmix war für den Ergebnisanstieg auch die Absatzsteigerung durch die Inbetriebnahme des neuen Warmwalzwerks verantwortlich.

 

Die AMAG-Gruppe erzielte im ersten Halbjahr 2015 ein Betriebsergebnis (EBIT) in Höhe von 36,0 Mio. EUR. Dies entspricht einem Plus von 28,2 % im Vergleich zum 1.  Halbjahr 2014 (28,1 Mio. EUR). Das Konzernergebnis nach Ertragssteuern lag bei 22,7 Mio. EUR nach 26,7 Mio. EUR im Vorjahr.

 

Weiterhin solide Bilanzstruktur

 

Das Eigenkapital der AMAG-Gruppe lag per 30. Juni 2015 bei 615,5 Mio. EUR und war damit auf dem Niveau per Jahresultimo 2014 (623,9 Mio. EUR). Die Eigenkapitalquote lag mit 57,4 % weiterhin auf einem soliden Niveau (31.12.2014: 57,1 %).

Die Nettofinanzverschuldung erhöhte sich aufgrund der im April 2015 getätigten Dividendausschüttung auf 134,1 Mio. EUR nach 93,0 Mio. EUR per 31. Dezember 2014.  Der Verschuldungsgrad (Gearing) lag per Monatsultimo Juni bei 21,8 % (31. Dezember 2014: 14,9 %).

 

Werksausbau

Der Hochlauf der neuen Walzbarrengießerei und des neuen Warmwalzwerks verläuft plangemäß. Neben dem Fortschritt beim umfangreichen Qualifizierungsprozess für Luftfahrtprodukte aus dem neuen Warmwalzwerk konnten mittlerweile auch Bleche und Platten mit größeren Produktdimensionen abgesetzt werden.

Auch die Vorbereitung des nächsten Ausbauschritts (Projekt „AMAG 2020“) läuft plangemäß. Die Inbetriebnahme des neuen Kaltwalzwerks einschließlich der zusätzlichen Final- und Veredelungsanlagen ist für das Jahr 2017 geplant. Insgesamt werden mit dem 300 Mio. EUR Ausbauprogramm in den kommenden Jahren weitere 250 Arbeitsplätze am Standort Ranshofen geschaffen.

 

Ausblick: EBITDA-Bandbreite 2015 zwischen 130 Mio. EUR und 140 Mio. EUR bleibt realistisch

Die Nachfrage nach Primäraluminium und Aluminium-Walzprodukten wird nach Einschätzung des Marktforschungsinstitut CRU weiter wachsen. Für 2015 und auch für die Folgejahre wird ein jährliches weltweites Wachstum von rund 5 % erwartet, insbesondere vorangetrieben durch die zunehmende Verwendung von Aluminium-Walzprodukten in der Automobilproduktion.

 

Das Segment Walzen wird die Absatzmenge mit dem neuen Warmwalzwerk in 2015 sogar stärker steigern können als das von der CRU prognostizierte 5%ige Marktwachstum, obwohl nicht alle Abnehmerbranchen ähnlich starke Nachfrage zeigen wie der Transportbereich. Eine schwächere Nachfrage wird derzeit im Bauwesen beobachtet.

 

Helmut Wieser, Vorstandsvorsitzender der AMAG: „Insbesondere der Transportbereich mit einem prognostizierten jährlichen Wachstum von 12 % bleibt ein wesentlicher Treiber für unser Geschäft. Für den Bedarf an Aluminiumblechen in der Automobilproduktion wird weltweit eine Vervierfachung bis 2019 auf 2,1 Millionen Tonnen erwartet. Gründe dafür sind neben den steigenden Produktionszahlen vor allem der Automobilleichtbau mit Aluminium. Weitere Wachstumsbereiche sind die Luftfahrt- und Verpackungsindustrie sowie die Unterhaltungselektronik.“


Angesichts der hohen Volatilität an den Rohstoff- und Devisenmärkten ist eine präzise Ergebnisprognose für das Gesamtjahr 2015 nach wie vor schwierig. Aufgrund der guten Ergebnisentwicklung im 1. Halbjahr 2015 erwartet der Vorstand weiterhin einen Anstieg des operativen Ergebnisses im Vergleich zum Vorjahr. Die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen für die AMAG haben sich jedoch insbesondere in Zusammenhang mit dem gesunkenen Aluminiumpreis verschlechtert. Die im Rahmen der Berichterstattung zum 1. Quartal 2015 verlautbarte EBITDA-Bandbreite zwischen 130 Mio. EUR und 140 Mio. EUR bleibt realistisch. Voraussetzung hierfür ist, dass die Rahmenbedingungen im 2. Halbjahr 2015 nicht nachhaltig auf bzw. unter dem Niveau der ersten Julihälfte 2015 verbleiben.

 

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Über die AMAG Gruppe

Die AMAG ist ein führender österreichischer Premiumanbieter von qualitativ hochwertigen Aluminiumguss- und -walzprodukten, die in verschiedensten Industrien wie der Flugzeug-, Automobil-, Sportartikel-, Beleuchtungs-, Maschinenbau-, Bau- und Verpackungsindustrie eingesetzt werden. In der kanadischen Elektrolyse Alouette, an der die AMAG mit 20 Prozent beteiligt ist, wird hochwertiges Primäraluminium mit vorbildlicher Ökobilanz produziert. 1.638 Mitarbeiter erzielten im Geschäftsjahr 2014 einen Umsatz von 823 Millionen Euro bei einem operativen Ergebnis (EBITDA) von 115 Millionen Euro.

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