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AMAG steigert Umsatz und operatives Ergebnis im 3. Quartal 2015

  • Erhöhung der Absatzmenge um 8 Prozent auf 97.600 Tonnen
  • Umsatzsteigerung um 16 Prozent auf 233 Millionen Euro
  • Verbesserung des EBITDA um 6 Prozent auf 33,9 Millionen Euro
  • Hochlauf des neuen Warmwalzwerks erfolgreich fortgesetzt; Werksausbau „AMAG 2020“ mit Kaltwalzwerk und Finalanlagen im Plan
  • Neue Stromkonditionen für Elektrolyse Alouette verbessern Kostenposition und Risikoprofil ab 2017
  • Ausblick 2015: EBITDA von rund 130 Millionen Euro bleibt erreichbar


Die AMAG Austria Metall AG konnte im 3. Quartal 2015 sowohl Umsatz als auch das operative Ergebnis (EBITDA) im Vergleich zum Vorjahr steigern.

 

Der Umsatz lag mit 232,9 Millionen Euro um 16,2 Prozent über dem Wert des 3. Quartals 2014 in Höhe von 200,5 Millionen Euro. Das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) stieg um 5,9 Prozent auf 33,9 Millionen Euro (3. Quartal 2014: 32,0 Millionen Euro). Der durchschnittliche Aluminiumpreis ist im Quartalsvergleich um 16 Prozent von 2.008 USD / Tonne (3. Quartal 2014) auf 1.621 USD / Tonne gesunken.

 

Helmut Wieser, Vorstandsvorsitzender der AMAG: „Die Segmente Gießen und Walzen haben durch eine Steigerung der Absatzmengen und einem höheren Anteil an Spezialprodukten maßgeblich zum Ergebnisanstieg beigetragen. Damit konnten auch die Auswirkungen aus dem rückläufigen Aluminiumpreis kompensiert werden.“ 

Die AMAG-Gruppe erzielte im dritten Quartal 2015 ein Betriebsergebnis (EBIT) in Höhe von 16,7 Millionen Euro, nach 18,1 Millionen Euro im Vorjahr. Das Konzernergebnis nach Ertragssteuern lag bei 12,5 Millionen Euro (3. Quartal 2014: 18,3 Millionen Euro).

 

AMAG mit solider Bilanzstruktur

Das Eigenkapital der AMAG-Gruppe erhöhte sich von 623,9 Millionen Euro per Jahresultimo 2014 auf 631,2 Millionen Euro per Ende September 2015. Ebenso verbesserte sich die Eigenkapitalquote von 57,1 Prozent auf 58,3 Prozent.

Die Nettofinanzverschuldung befindet sich nach wie vor mit 111,4 Millionen Euro (31. Dezember 2014: 93,0 Millionen Euro) auf einem soliden Niveau. Dies spiegelt sich auch in einem weiterhin niedrigen Verschuldungsgrad (Gearing) von 17,6 Prozent wider (31. Dezember 2014: 14,9 Prozent).


Werksausbau

Das Standorterweiterungsprojekt „AMAG 2014“ ist nahezu vollständig abgeschlossen. Das neue Warmwalzwerk läuft plangemäß hoch. Die Produktionsmenge wurde im 3. Quartal im Vergleich zu den beiden ersten Quartalen des Jahres 2015 signifikant gesteigert.

Die Arbeiten für das Strategieprojekt „AMAG 2020“ laufen ebenfalls plangemäß. Die Bestellungen für das Kaltwalzwerk sowie die Final- und Veredelungsanlagen sind getätigt. Der Baubeginn ist für März 2016 geplant. Die Inbetriebnahme wird im Jahr 2017 erfolgen. Insgesamt werden mit dem 300 Millionen Euro Ausbauprogramm die Produktionskapazitäten für Walzprodukte auf über 300.000 Tonnen gesteigert sowie weitere 250 Arbeitsplätze am Standort Ranshofen geschaffen.

 

Neue Stromkonditionen für Elektrolyse Alouette

Für die Elektrolyse Alouette in Kanada, an der die AMAG zu 20 Prozent beteiligt ist, wurden für den Zeitraum von 2017 bis 2029 verbesserte Konditionen für den Strombezug sowie ausgehend von einer Anschlussleitung von 965 MW ein zusätzlicher Stromblock von 70 MW für organisches Wachstum verhandelt. Der Strompreis wird sich in diesem Zeitraum am Marktpreis für Aluminium orientieren. Durch diese Vereinbarung werden sich die Kostenposition sowie das Risikoprofil hinsichtlich Aluminiumpreis- und Wechselkursschwankungen deutlich verbessern.

 

Marktentwicklung: Unveränderte Wachstumsaussichten

Die Nachfrage nach Primäraluminium und Aluminium-Walzprodukten wird nach aktueller Einschätzung des Marktforschungsinstituts CRU bis 2019 um rund 5 Prozent pro Jahr wachsen. Zuwächse werden hierbei aus allen Branchen erwartet. Der Transportbereich hebt sich mit einer jährlichen Steigerung der Nachfrage nach Aluminium-Walzprodukten von rund 11 Prozent hervor.

 

Helmut Wieser, Vorstandsvorsitzender der AMAG: „Zahlreiche Gespräche mit Kunden, vor allem aus der Luftfahrt- und Automobilindustrie, bestätigen den Wachstumstrend. Steigende Produktionszahlen sowie die Forderung nach Leichtbau und Energieeffizienz sind Treiber für das Aluminiumgeschäft. Insbesondere unsere Spezialprodukte werden von dieser Entwicklung profitieren. So wird in den nächsten fünf Jahren eine Vervierfachung des Bedarf an Walzprodukten für Automobilkarosserien erwartet.“

 

Ausblick Geschäftsjahr 2015

Für das Geschäftsjahr 2015 bleibt der Vorstand weiterhin positiv gestimmt und erwartet trotz des Aluminiumpreisrückgangs eine Steigerung des EBITDA im Vergleich zum Vorjahr (2014: 114,7 Millionen Euro).

Aufgrund der Ergebnisentwicklung im 3. Quartal 2015 bleibt ein EBITDA von rund 130 Millionen Euro weiterhin erreichbar, sofern der durchschnittliche Marktpreis für Aluminium im 4. Quartal 2015 nicht unter dem Niveau per Ende September 2015 liegen wird.

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Über die AMAG Gruppe

Die AMAG ist ein führender österreichischer Premiumanbieter von qualitativ hochwertigen Aluminiumguss- und -walzprodukten, die in verschiedensten Industrien wie der Flugzeug-, Automobil-, Sportartikel-, Beleuchtungs-, Maschinenbau-, Bau- und Verpackungsindustrie eingesetzt werden. In der kanadischen Elektrolyse Alouette, an der die AMAG mit 20 Prozent beteiligt ist, wird hochwertiges Primäraluminium mit vorbildlicher Ökobilanz produziert. 1.638 Mitarbeiter erzielten im Geschäftsjahr 2014 einen Umsatz von 823 Millionen Euro bei einem operativen Ergebnis (EBITDA) von 115 Millionen Euro.

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