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Steigerung der Absatzmenge um 10%; Niedriger Aluminiumpreis beeinflusst Ergebnis

06.05.2014

  • Vollauslastung in allen Segmenten bei erneuter Kapazitätssteigerung
  • Steigerung der Absatzmenge um 10 % auf 97.000 t (1. Quartal 2013: 88.100 t)
  • Aluminiumpreis im 1. Quartal 2014 mit durchschnittlich 1.752 USD/t um 14 % unter dem Vergleichswert des Vorjahres (2.042 USD/t)
  •  Umsatz im ersten Quartal 2014 mit 202,7 mEUR auf Vorjahresniveau (202,3 mEUR); EBITDA vor allem aluminiumpreisbedingt mit 24,4 mEUR unter Vorjahreswert (31,4 mEUR)
  •  Planmäßiger Fortschritt bei Standorterweiterung „AMAG 2014“ für den Walzwerksbereich; Baubeginn der Gießerei-Erweiterung im Jänner 2014 erfolgt

Die AMAG-Gruppe war im 1. Quartal 2014 erneut voll ausgelastet und konnte die Absatzmenge im Vergleich zum Vorjahresquartal um 10 % auf 97.000 t steigern (1. Quartal 2013: 88.100 t).

 

Das Marktumfeld in der Aluminiumindustrie war von einem im Vergleich zum Vorjahresquartal sehr niedrigen Aluminiumpreis geprägt. Dieser lag mit durchschnittlich 1.752 USD/t um 14 % unter dem Wert des Vorjahres (1. Quartal 2013: 2.042 USD/t). Der Markt für Guss- und Walzprodukte war auch weiterhin von anhaltendem Margendruck belastet.

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Vorstandsvorsitzender Helmut Wieser zur Geschäftsentwicklung im ersten Quartal 2014: „Bei Vollauslastung in allen Segmenten konnten wir die Absatzmenge steigern und ein solides Ergebnis erzielen. Wir sind damit in einem herausfordernden Marktumfeld gut in das Jahr 2014 gestartet.“

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Der Umsatz der AMAG-Gruppe lag im 1. Quartal 2014 mit 202,7 mEUR auf dem Niveau des Vorjahres (1. Quartal 2013: 202,3 mEUR). Hier wirkten die positiven Effekte aus der Mengensteigerung dem geringeren Aluminiumpreisniveau entgegen.


Das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) betrug im 1. Quartal 2014 24,4 mEUR nach 31,4 mEUR im 1. Quartal 2013.

 

Während die EBITDA-Beiträge der Segmente Gießen mit 1,3 mEUR (1. Quartal 2013: 1,2 mEUR) und Service mit 1,0 mEUR (1. Quartal 2013: 0,9 mEUR) im Vergleich zum Vorjahresquartal nahezu unverändert blieben, verzeichneten die Segmente Metall und Walzen jeweils einen Ergebnisrückgang. Im Segment Metall reduzierte sich das EBITDA vor allem aluminiumpreisbedingt von 11,5 mEUR im 1. Quartal 2013 auf 8,8 mEUR. Im Segment Walzen konnten die positiven Effekte aus der erneuten Mengensteigerung die höheren Rohstoffkosten, den Preisdruck sowie die Vorlaufkosten für die Standorterweiterung „AMAG 2014“ nur teilweise kompensieren. Das EBITDA lag im ersten Quartal 2014 bei 13,3 mEUR nach 17,8 mEUR im Vorjahr.


Die AMAG-Gruppe erzielte in den ersten drei Monaten 2014 ein Betriebsergebnis (EBIT) in Höhe von 11,4 mEUR (1. Quartal 2013: 19,0 mEUR). Das Konzernergebnis nach Ertragssteuern belief sich auf 10,4 mEUR (1. Quartal 2013: 15,0 mEUR).


Geringe Nettofinanzverschuldung trotz hoher Investitionstätigkeit


Bedingt durch die Standorterweiterung „AMAG 2014“ lag der Cashflow aus Investitionstätigkeit im 1. Quartal 2014 mit -26,4 mEUR nach wie vor auf einem hohen Niveau (1. Quartal 2013: -42,6 mEUR). Der Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit ging vor allem aufgrund von Veränderungen im Working Capital von 27,0 mEUR im 1. Quartal 2013 auf 10,4 mEUR zurück.


Die Nettofinanzverschuldung lag per 31.03.2014 bei 66,2 mEUR (31.12.2013: 50,0 mEUR) und befindet sich damit weiterhin auf einem soliden Niveau, ebenso wie der Verschuldungsgrad mit 11,2 % (31.12.2013: 8,6 %).

 

Die AMAG-Gruppe verfügt mit einer Eigenkapitalquote von 62,5 % per 31.03.2014 auch weiterhin über eine sehr solide Bilanzstruktur (31.12.2013: 62,6 %).

 

Mengensteigerung und Preisdruck kennzeichnen 2014

 

Für das Jahr 2014 erwartet der Vorstand für die AMAG-Gruppe eine deutliche Mengensteigerung. Auf Basis des Auftragsstandes per Ende März kann bereits jetzt in allen Segmenten von einer Vollauslastung im 2. Quartal 2014 ausgegangen werden.


Die weiterhin geringe Visibilität der Marktpreisentwicklung und die teils hohe Volatilität des Aluminiumpreises erschweren jedoch eine Ergebnisprognose für das Geschäftsjahr 2014.


Aufgrund der bis dato geringen Attraktivität von Preisabsicherungen ist das Segment Metall Aluminiumpreisschwankungen in höherem Maße als im Vorjahr ausgesetzt.

 

Im Segment Gießen ist nach wie vor ein Margendruck zu verzeichnen. Das Ergebnis des Segments Walzen wird auch weiterhin durch hohe Vormaterialkosten, aber auch durch ein geringes Marktpreisniveau belastet. Darüber hinaus wirken sich die Vorlaufkosten für die Standorterweiterung „AMAG 2014“ negativ auf das Ergebnis im Geschäftsjahr 2014 aus.


Daher erwartet der Vorstand für das Geschäftsjahr 2014 im Falle eines weiterhin niedrigen Aluminiumpreises und der angespannten Margensituation im Downstream-Bereich einen Rückgang des Ergebnisses im Vergleich zum Vorjahr. Unter Berücksichtigung der aktuellen Rahmenbedingungen wird mit einer EBITDA-Bandbreite zwischen 95 bis 110 mEUR gerechnet.


Die Erweiterungsinvestition „AMAG 2014“ wird im Geschäftsjahr 2014 weitgehend abgeschlossen werden.

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„Die Werkserweiterung kommt den Kundenforderungen nach einem erweiterten Produktportfolio sowie einer Steigerung der Produktionskapazitäten entgegen und ist ein klares Standortbekenntnis. Mit dem neuen Walzwerk werden wir vor allem die Anforderungen aus dem Transportbereich mit gewohnter Premiumqualität bedienen können“, so AMAG Vorstandsvorsitzender Helmut Wieser.

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Die Inbetriebnahme des neuen Walzwerks wird nach aktuellem Stand im 4. Quartal 2014 erfolgen. Die Erweiterung der Knetlegierungsgießerei, deren Bau im Jänner 2014 begonnen hat, wird voraussichtlich im ersten Quartal des Jahres 2015 abgeschlossen.

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„Um Wachstum zu generieren, braucht es Investitionen. Bis Ende März 2014 flossen rund 155 Millionen Euro in unser Ausbauprojekt, eine Investition, die angesichts der positiven Wachstumsprognosen der Aluminiumindustrie zukunftsweisend sein wird“, so Helmut Wieser abschließend.

 

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Über die AMAG Gruppe
Die AMAG ist ein führender österreichischer Premiumanbieter von qualitativ hochwertigen Aluminiumguss- und -walzprodukten, die in verschiedensten Industrien wie der Flugzeug-, Automobil-, Sportartikel-, Beleuchtungs-, Maschinenbau-, Bau- und Verpackungsindustrie eingesetzt werden. In der kanadischen Elektrolyse Alouette, an der die AMAG mit 20 % beteiligt ist, wird hochwertiges Primäraluminium mit vorbildlicher Ökobilanz produziert. 1.564 Mitarbeiter erzielten im Geschäftsjahr 2013 einen Umsatz von 786 Mio. Euro bei einem operativen Ergebnis (EBITDA) von 123 Mio. Euro.

 

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