Zur barrierefreien Version / Accessibility-ready version
AMAG Bilanz Pressekonferenz - v. links n. rechts: Dr. Helmut Kaufmann (COO), Dipl.-Ing. Gerhard Falch (CEO), Mag. Gerald Mayer (CFO)

01.03.2013

Geschäftsjahr 2012: Jahr der operativen Rekorde

  • Jahr der operativen Rekorde:
    - Externer Absatz von 327.800 Tonnen
    - Schrotteinsatz von 266.900 Tonnen in Ranshofen
    - Anteil an Spezialprodukten von 58 % im Segment Walzen
  • Durchschnittlicher Aluminiumpreis um 370 USD/t unter dem Niveau des Vorjahres
  • Solide Ergebnisentwicklung: - Umsatz mit 814 mEUR (Vorjahr: 813 mEUR) stabil - EBITDA mit 134 mEUR (Vorjahr: 150 mEUR) auf hohem Niveau
  • Starker operativer Cashflow mit 117 mEUR (Vorjahr: 105 mEUR) um 12 % über dem Vorjahreswert
  • Unverändert hohe Eigenkapitalquote von 62 %
  • Dividendenvorschlag von 0,60 EUR / Aktie entspricht ca. 30 % des Konzernergebnisses nach Steuern

Die AMAG-Gruppe erzielte im Geschäftsjahr 2012 einen Umsatz von 814,2 mEUR und liegt trotz des um 370 USD/t gesunkenen durchschnittlichen Aluminiumpreises auf dem Vorjahresniveau von 813,1 mEUR. Das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) sank aus dem gleichen Grund von 149,7 mEUR in 2011 auf 133,8 mEUR in 2012 und verbleibt damit auf hohem Niveau.

Nach oben

Gerhard Falch, Vorstandsvorsitzender der AMAG: „Mit diesen Ergebnissen haben wir unsere Erfolgsgeschichte in einem schwierigen wirtschaftlichen Umfeld fortgesetzt. Die anhaltend starke Nachfrage führte zur Vollauslastung unserer Produktionsanlagen und zu einem Absatzrekord. Durch unser breites Produktportfolio und den hohen Anteil an Spezialprodukten für unterschiedlichste Industrien spielen wir im internationalen Wettbewerb in der obersten Liga.“

Nach oben

Das Segment Walzen steigerte gegenüber dem sehr guten Ergebnis des Vorjahres den EBITDA-Beitrag nochmals um 20 % auf 79,9 mEUR (Vorjahr: 66,7 mEUR). Beim Segment Metall wirkten neben dem um ca. 15 % gesunkenen durchschnittlichen Aluminiumpreis die teilweise gestiegenen Rohstoffkosten sowie Bewertungseffekte aus Aluminiumpreissicherungsgeschäften negativ. Der Ergebnisbeitrag des Segments Metall fiel in Folge auf 42,6 mEUR (Vorjahr: 73,6 mEUR). Das Segment Gießen konnte sich in einem schwierigen Marktumfeld mit einem EBITDA-Beitrag von 6,1 mEUR (Vorjahr: 7,5 mEUR) gut behaupten.


Das Betriebsergebnis (EBIT) der AMAG-Gruppe betrug 83,2 mEUR (Vorjahr: 103,6 mEUR), wobei investitionsbedingt 10 % höhere Abschreibungen zu verzeichnen waren. Das Konzernergebnis nach Steuern reduzierte sich von 88,1 mEUR in 2011 auf 71,3 mEUR im Berichtsjahr 2012.


Dividendenvorschlag 0,60 EUR / Aktie


Der Vorstand der AMAG wird am 16. April 2013 der Hauptversammlung eine Dividende von 0,60 EUR / Aktie vorschlagen. Die Dividende wird damit trotz hoher Investitionen an der Obergrenze der kommunizierten Bandbreite von 20 bis 30 % des Konzernergebnisses nach Ertragssteuern liegen.

 

Starker Cashflow und solide Bilanz


Der operative Cashflow konnte um rund 12 % auf 117,4 mEUR (Vorjahr: 104,5 mEUR) gesteigert werden, wodurch die Investitionen und die Dividende des Geschäftsjahres 2012 weitgehend aus eigener Kraft finanziert wurden. Der Cashflow aus Investitionstätigkeit lag in 2012 bei 75,9 mEUR (Vorjahr: 43,5 mEUR). Dieser Anstieg um ca. 74 % ist vor allem auf das Projekt „AMAG 2014“ zurückzuführen.


Die Nettofinanzverschuldung erhöhte sich gegenüber 2011 nur geringfügig auf -25,8 mEUR (Vorjahr: -13,1 mEUR). Mit einem Verschuldungsgrad (Gearing) von 4,7 % (Vorjahr: 2,4 %) ist die AMAG weiterhin fast unverschuldet.

 

Mit einem Eigenkapital von 544,1 mEUR (Vorjahr: 542,6 mEUR) liegt die AMAG-Gruppe damit auf dem Niveau des Vorjahres. Die Eigenkapitalquote betrug solide 61,8 % (Vorjahr: 62,0 %).

 

Produkte der AMAG voll im Trend


Die hohe Nachfrage nach Qualitätsprodukten und Spezialprodukten führte im Jahr 2012 zu einer Vollauslastung der Kapazitäten und einem soliden Auftragsstand in allen Segmenten am Jahresende 2012. Erstmals übertraf das Segment Walzen im Absatz die 150.000 Tonnen Marke und trägt damit 61 % zum Konzernumsatz bei. Der Anteil an Spezialprodukten konnte auf 58,2 % gesteigert werden (Vorjahr: 57,5 %).


Durch nachhaltige Produktion von Gusslegierungen und Walzbarren über Recycling mit 80 % Schrotteinsatz (Rekordmenge von 266.900 t in 2012) lieferte die AMAG am Standort Ranshofen einen wertvollen Beitrag zur Ressourcen-Schonung.


Erfreulicher Kursverlauf der AMAG-Aktie
Die AMAG-Aktie verzeichnete 2012 ein kräftiges Kursplus von 47,0 % gegenüber dem Jahresbeginn 2012 und schloss mit 23,16 Euro zum Jahresultimo. Die Gesamtaktionärsvergütung (Total Shareholder Return) zuzüglich Dividende betrug rund 59 %. Damit ist die AMAG-Aktie ein Top-Performer im ATX. Ende September 2012 wurde die AMAG in den Leitindex ATX der Wiener Börse aufgenommen.


Ausblick: Volatiles Marktumfeld, Nachfrage nach Aluminium positiv

 

Insbesondere makroökonomische Unsicherheiten, wie Volatilitäten bei Rohstoffen und Fremdwährungen sowie mögliche Auswirkungen aus der Staatsschuldenkrise, erschweren zum jetzigen Zeitpunkt eine präzise Vorhersage für 2013.
Für das erste Quartal 2013 rechnet die AMAG auf Basis eines sehr guten Auftragsstandes mit einer positiven Geschäftsentwicklung. Eine weitere Stärkung der internationalen Vertriebsaktivitäten soll noch im laufenden Jahr einen zusätzlichen positiven Beitrag liefern. Unter der Annahme, dass die wesentlichen Rahmenbedingungen stabil bleiben, wird daher trotz Vorlaufkosten für das Projekt „AMAG 2014“ von einer flachen Ergebnisentwicklung für 2013 ausgegangen.

Nach oben

Vorstandsvorsitzender Falch dazu: „Mit unseren Wachstumsinvestitionen zur Erweiterung der Produktionskapazitäten und Ausweitung des Produktportfolios liegen wir voll im Plan. Damit entwickeln wir die AMAG am Standort Ranshofen zu einem Spitzenstandort der europäischen Aluminiumindustrie. Zudem wurden im abgelaufenen Geschäftsjahr 68 neue Arbeitsplätze geschaffen.“

Nach oben

AMAG-Kennzahlen Geschäftsjahr 2012

Nach oben

Nach oben

1) Durchschnittliches Leistungspersonal (Vollzeitäquivalent) inklusive Leihpersonal, ohne Lehrlinge. Aus der Beteiligung an der Elektrolyse Alouette ist ein 20%iger Personalanteil in Höhe von 196 Mitarbeitern inkludiert.

 

Über die AMAG

Die AMAG ist ein führender österreichischer Premiumanbieter von qualitativ hochwertigen Aluminiumguss- und -walzprodukten, die in verschiedensten Industrien wie der Flugzeug-, Automobil-, Sportartikel-, Beleuchtungs-, Maschinenbau-, Bau- und Verpackungsindustrie eingesetzt werden. In der kanadischen Elektrolyse Alouette, an der die AMAG mit 20 % beteiligt ist, wird hochwertiges Primäraluminium mit vorbildlicher Ökobilanz produziert. 1.490 Mitarbeiter erzielten im Geschäftsjahr 2012 einen Umsatz von 820 Mio. Euro bei einem operativen Ergebnis (EBITDA) von 134 Mio. Euro.

 

Download pdf.-Datei

Nach oben